Unsere Vereinshistorie zum Nachlesen in aller Ausführlichkeit, Ihr habt Ergänzungen / Anmerkungen? Meldet euch per Mail bei Florian Gerigk!

Die wichtigsten Ereignisse der Bergfelder Vereinsgeschichte

1949

Vereinsgründung

1949 - 64

unregelmäßige Teilnahme am Spielbetrieb

1964

Wechsel in den Berliner Spielbetrieb (2.Kreisklassse)

1966

Aufstieg in die 1. Kreisklasse

1968

Abstieg in die 2.Kreisklasse

1969

Vizepokal der gemischten Jugend im "Junge Welt" - Kreispokal (2:3 gegen Leegebruch)

1970

Einstellung des Spielbetriebs

1973

Neubeginn als „SG Grün-Weiß Nord“ im Berliner Spielbetrieb

1978

Aufstieg in die 1.Kreisklasse

1981

Abstieg in die 2.Kreisklasse

1986

Kreispokalfinalist (1:2 gegen Turbine Wasserwerke Stolpe)

1989

Wechsel in den Spielbetrieb des Kreises Oranienburg (2.Kreisklasse)

1990

Aufstieg in die 1. Kreisklasse Oberhavel

1990

Änderung des Vereinsnamens in FSV Bergfelde 49 e.V.

1999

Oberhavel- Kreismeister im Hallenfußball

2001

Umbenennung in SV Grün-Weiß Bergfelde e.V.

2002

Aufstieg in die Kreisliga Oberhavel (1. Mannschaft und Senioren)

2004

Pokalsieger beim "Komma 10" - Cup (früher Obi-Cup) im Hallenfußball

2 Nachwuchsmannschaften nehmen am Spielbetrieb teil

B-Jugend: Sieger des Hohen Neuendorfer Hallencups

2005

7 Nachwuchsmannschaften nehmen den Spielbetrieb auf (A - E–Junioren, Mini’s, Bambinis)

Herbstmeister Kreisliga Oberhavel (1.Mannschaft)

2006

Oberhavel-Kreismeister: D & C - Junioren - Aufsteiger in die Landesklassen Brandenburg

Staffelsieger E-Junioren - Kreisliga-Aufsteiger

2007

Erstmals können alle Altersklassen im Nachwuchs mit Bergfelder Mannschaften besetzt werden; Nachwuchskicker belegen Spitzenplätze in ihren Staffeln

B-Junioren: Kreispokal-Sieger

1. Mannschaft muss als Drittletzter der Kreisliga in die 1. Kreisklasse absteigen

2008

Bergfelde überspringt die 300 Mitglieder-Marke (davon 2/3 Nachwuchs-Kicker)

9 Juniorenmannschaften + 3 Männer-Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet!

1. Mannschaft steigt in die Kreisliga auf

Senioren unterliegen im Kreispokalfinale

E-Junioren: Kreismeister & Aufsteiger in die Landesliga

Beginn des „Kampfes“ für einen neuen Sportplatz, da der Verein mit dem Gelände an der Wandlitzer Straße an Kapazitätsgrenzen stößt. Auch die Ausstattung mit sanitären Anlagen ist nicht mehr zeitgemäß

2009

A+B-Junioren Kreismeister & Kreispokalsieger, Aufstieg in die Landesklasse

Gütesiegel „Sport Pro Gesundheit“ für Gymnastikabteilung

2010

1. Mannschaft: Abstieg in die 1. Kreisklasse

Spatenstich für neues Vereinsheim

2011

1. Mannschaft: Aufstieg in die Kreisliga

Fertigstellung eines neuen Vereinsheimes und Rekultivierung des Rasenplatzes am Standort „Wandlitzer Straße“, was jedoch auf Dauer nicht die Kapazitätsprobleme lösen wird

C-Junioren: Kreismeister, Aufstieg in die Landesklasse

2014

1. Mannschaft: Aufstieg in die Kreisoberliga OHV/BAR

2. Mannschaft: Aufstieg in die 1. Kreisklasse

2015

B-Junioren: Kreismeister, Aufstieg in die Landesklasse

2016

C-Jugend: Meister der Landesklasse, Aufstieg in Brandenburgliga wurde verwehrt aufgrund Spielgemeinschaft

C-Jugend: Erreichen des Landespokalfinales (0:10 gegen Energie Cottbus)

2017

C-Jugend: Meister der Landesklasse Ost; Aufstiegsverzicht zur Brandenburgliga aus Spielermangel

2018

B-Jugend: Meister der Landesklasse, Aufstieg in die Brandenburgliga

A-Junioren: Kreispokalsieger (7:3 gegen Grün-Weiss Ahrensfelde)

2019

D-Jugend: Meister der Kreisklasse, Aufstieg in die Kreisliga

B-Jugend: gesicherter Mittelfeldplatz in der Premierensaison der Brandenburgliga

A-Jugend: Kreismeister und Aufstieg in die Landesklasse


Die Vereinsvorsitzenden der letzten Jahre

bis 1977Gerd Marzahn
1977 - 1983Heinrich Schröder
1983 - 1989Josef Pitz
1989 - 2001Dirk Behnke
2001 - 2002Klaus Panke
2002 - 2006Klaus Mattner
2006 - 2019Torsten Alde
seit 2019Christian Grimm

Der heutige Vorstand (seit 2019)

VorsitzenderChristian Grimm
2. VorsitzenderKnut Zech
SchatzmeisterinSvenja Hein
Sportlicher LeiterFelix Köhler
NachwuchsleiterTobias Gramoll

Erweiterter Vorstand:
Astrid Lehmann, Andreas Knoll, Nico Mecklenburg, Patrick Eder, Steve Fekete, Florian Gerigk


vor 1949

Aus der Zeit vor 1949 ist über die Bergfelder Fußballaktivitäten nur wenig bekannt.

Wesentlich aktiver waren in dieser Zeit die Handballer. Diese waren im V.f.R. Bergfelde (Turn- und Sportverein Bergfelde 1910 e.V.) organisiert. Bereits die Bergfelder Handballer schlugen sich mit einem Problem herum, das selbst die jetzige Generation Fußballer kennt, den schlechten Platzverhältnissen. Um die Situation zu verbessern, wurde 1937 „beste schwarze Steinkohleschlacke“ bestellt. Diese war bis in die 80er Jahre an der Oberfläche des Bergfelder Sportplatzes gegenwärtig.

Und auch schon vor der Zeit des Fußballvereins wurde nach Alternativen für einen Sportplatz gesucht. So sollte Anfang der 40er Jahre der Platz parzelliert und Ersatz hinter dem Friedhof Bergfelde geschaffen werden.

Die Bergfelder Fußballer knödelten zunächst auf dem Tennisplatz. Später teilten sie sich dann den Platz in der Briesestraße mit den Handballern.


1949 - 1959

Die ersten zehn Jahre des Bergfelder Fußballvereins sind kaum dokumentiert, es liegen einige Informationen aus dem Gemeindearchiv vor, zudem konnte Wolfgang Weber einiges aus der Anfangzeit des Bergfelder Fußballs berichten. 1949 wurde der Fußballplatz hergerichtet. Die Umkleidkabinen waren noch aus Holz.

1950/51 war dann die Neuanlage eines Sportplatzes gegenüber der Post geplant. Nachdem der Platz am 04.04.1952 gesperrt wurde, wurde Ende 1952 sogar der Bau einer Großsportanlage (10 ha) in Bergfelde für Bergfelde, Glienicke, Schönfließ und Hohen Neuendorf vorgeschlagen. Aber auch daraus wurde bekanntlich nichts.

Am 10.03.1955 berichtete Sportfreund Schleffler auf der Versammlung zur Massensportbewegung in Bergfelde, dass „für die Fußballer das erste Training stattgefunden hat. Zurzeit sind es 18 Fußballspieler und es wird darum gebeten, Sportmaterial zur Verfügung zu stellen.“

Es wird zugesichert, „dass die neu bildende Sektion Fußball sämtliche Geräte und Kleidungstücke erhält, die die ehemalige Sektion hatte und die noch vorhanden sind“ (ein Satz Jersey grün-weiß mit Stutzen und ein halber Satz).

Da einige Sportfreunde in den Westen gegangen sind und andere Freunde nicht so sorgfältig mit den Sportsachen umgegangen sind, ist ein größerer Verschleiß zu verzeichnen. Aber ein erster Spielanfang ist gesichert. Für Schuhe muss natürlich jeder Sportler selbst sorgen.

Am 01.01.1955 trat dann auch Wolfgang Weber, der in den folgenden Jahren viel für den Verein leistete, der Sportgemeinschaft bei.

Dass aus den folgenden fast 20 Jahren so umfangreich berichtet werden konnte, haben wir Gerd Marzahn zu verdanken, er hat die Geschichte des Bergfelder Fußballvereins von 1959 bis 1978 hervorragend dokumentiert. Ab 1979 führte dann Gerd Richter über seine Spiele in Bergfelde Buch, ebenfalls eine gute Quelle für diese Chronik.


1959 - 1964

1959 bis 1964 spielte die SG Bergfelde in der 2. Kreisklasse Oranienburg mit durchschnittlichem Erfolg. Die 2. Mannschaft nahm zwar nicht am Punktspielbetrieb teil, trug aber regelmäßig Freundschaftsspiele aus.

Ab dem 1. Juni 1961 spielte die SG Bergfelde als BSG Aufbau Bergfelde.

Durch den Zusammenschluss sämtlicher SG- und BSG-Mannschaften in Birkenwerder und Bergfelde spielte die BSG Bergfelde als Nebenabteilung der BSG Birkenwerder.  

Ab 1963 startete die SG Bergfelde wieder als eigener Verein und wurde im vorläufig letzten Jahr im Kreis Oranienburg hinter Vorwärts Hennigsdorf, der SG Bärenklau und Chemie Mühlenbeck Tabellenvierter (25:15 Punkte; 58:45 Tore).  


1964 – 1970

1964 entschlossen sich die Bergfelder Fußballer dazu, in den Berliner Spielbetrieb zu wechseln. Grund hierfür waren die bescheidenen finanziellen Möglichkeiten, das Spielen in Berlin war zu dieser Zeit wirtschaftlich vernünftiger. 

Die SG Bergfelde wurde in die 2. Kreisklasse A eingegliedert, beide Männermannschaften nahmen am Punktspielbetrieb teil. Sowohl der 1. als auch der 2. Mannschaft gelang ein hervorragender Start in neuer Umgebung. Die erste Mannschaft war 7 Spieltage lang verlustpunktfrei und belegte nach der 1. Halbserie den 2. Platz (19:5 Pkt.). In der 2. Halbserie konnte die Mannschaft dieses Ergebnis nicht wiederholen und holte nur noch 12 Punkte. In einem Nachholspiel schlug Traktor Malchow Forst Borgsdorf mit 10:0 und verdrängte damit die SG Bergfelde vom 4. und damit letzten Aufstiegsrang auf den 5. Platz. 

In der Saison 1965/66 nahm die SG Bergfelde erneut den Aufstieg in Angriff. Die Mannschaft spielte wesentlich konstanter als im Frühjahr 65 und sicherte sich mit einem 2. Platz hinter Einheit Zepernick den Aufstieg.

Weiterhin waren auch die Spieler Schorschinski und Weihs in einigen Spielen im Einsatz, auch Spieler der 2. Mannschaft sprangen ein, wenn Not am Mann war. Ebenfalls half gegen Ende der Saison der zurückgekehrte Josef Pitz, der später nicht nur als Spieler, sondern auch als Vereinsvorsitzender und Jugendtrainer eine große Stütze im Bergfelder Fußballverein war, den Aufstieg zu sichern. 

Außerdem wurde 1966 das Steinhaus in Eigenleistung aufgebaut, das Material wurde von der Gemeinde gestellt.

Im Herbst 1966 folgte dann mit 1:21 Punkten ein katastrophaler Start in die 1. Kreisklasse Staffel A. Und auch noch nach dem 18. Spieltag schien die Lage mit 5:31 Punkten und 5 Punkten Rückstand zum Vorletzten hoffnungslos. Doch dann gewann die Mannschaft gegen Fortschritt Buchholz (3:0), beim späteren Tabellensechsten Zepernick (4:0) und gegen den späteren Dritten Bernau (2:1). So mussten am letzten Spieltag noch 2 Punkte und 3 Tore Rückstand auf die SG Blankenburg, bei der Bergfelde am 17. Spieltag das vermeintlich Vorentscheidende Duell gegen den Abstieg mit 1:6 verlor, aufgeholt werden.

Die Zeitung berichtete folgendermaßen von dem Spiel: „Der bisherige Tabellenletzte SG Bergfelde benötigte aus dem Treffen mit Chemie Schildow/Dynamo Oranienburg noch 4 Tore, um die SG Blankenburg zu überflügeln. Gegen die ersatzgeschwächten Gäste wurde beinahe programmgemäß mit 6:2 (4:1) gewonnen, so dass die Klasse auch für das kommende Jahr erhalten werden konnte. Müller (4), Brendel und Voß sowie Wilde und Arndt trafen ins „Schwarze“.“ 

Die Saison 67/68 begann wie die Vorangegangene. 7 Spieltage ohne Punktgewinn und nur 2:18 Punkte zur Winterpause stellten wieder eine äußerst schlechte Ausgangsposition dar.

Aber auch die Lokalpresse erinnerte sich an die spannende Aufholjagd des Vorjahres: „Ein Blick auf die Tabelle der vergangenen Saison zeigt, dass die SG Bergfelde vor Jahresfrist vor einer ähnlichen Situation stand. Durch eine enorme Steigerung verbesserte die Mannschaft das Punktekonto von drei auf dreizehn und rettete sich mit einem Vorsprung von einem Tor (!) bei Punktgleichheit am letzten Spieltag vor der SG Blankenburg vor dem Abstieg. Sollte das auch in diesem Jahr gelingen?“ 

Und tatsächlich startete Bergfelde, diesmal am 13. Spieltag, eine beeindruckende Aufholjagd, punktete gegen Blankenfelde und in Bernau und gewann gegen Gummiwerke Berlin (3:2), Einheit Weißensee II und die TSG Hohen Neuendorf (jeweils 1:0). Leider verlor man dann aber am vorletzten Spieltag beim Drittletzten Zühlsdorf mit 1:2, so dass der Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft erreicht werden konnte.

Über den letzten Spieltag berichtete die Zeitung folgendermaßen: „Nachdem die Staffelsieger bereits ermittelt waren, ist nun auch die Frage des Abstiegs in der 1. Kreisklasse geklärt. Trotz eines 5:2-Sieges bei PGH Pankow steigt die SG Bergfelde (Staffel A) zur 2. Kreisklasse ab, da Chemie/ASG Schildow zur gleichen Zeit gegen die TSG Hohen Neuendorf mit 4:2 siegreich blieb.“ 

In der Saisonanalyse heißt es unter der Überschrift „Vergeblich aufgebäumt“: „Spannend wie im Vorjahr verlief der Abstiegskampf in dieser Staffel. Wieder gelang der SG Bergfelde im zweiten Durchgang eine enorme Steigerung, die das Pluspunktkonto von zwei auf zwölf anschnellen ließ, jedoch retteten sich Chemie/ASG Schildow und die SG Zühldorf, letztere mit 5:15 Punkten neben PGH Aufbau Pankow schwächste Vertretung der Rückrunde, vor dem Abstieg. Will die SG Bergfelde wieder den Sprung nach oben machen, ist es notwendig, auf jeden Fall zu gleichmäßigen Leistungen zu finden.“ 

Die Reserve der SG Bergfelde wurde in diesem Jahr mit 13:23 Punkten 7. von 10 Mannschaften. 

In der Saison 68/69 konnte die Mannschaft, als Aufstiegsaspirant gestartet, die Erwartungen nicht erfüllen. Im Achterfeld der 2. Kreisklasse (Staffel A) belegte die Mannschaft mit 9:19 Punkten nur den 6. Platz. Die 2. Mannschaft musste leider aus dem Wettkampfbetrieb zurückgezogen werden. 

1969 wechselte die SG Bergfelde wieder in den Kreis Oranienburg. Die 1. Mannschaft wurde in die 1. Kreisklasse eingegliedert, die 2. Mannschaft in die 2. Kreisklasse. Aber auch hier konnten die Bergfelder nicht an frühere Erfolge anknüpfen, die 1. Mannschaft wurde Vorletzter (11:29 Pkt.), und auch die 2. Mannschaft schaffte es nicht, die untere Tabellenregion zu verlassen. In dieser Zeit wurde auch versucht, eine Nachwuchsabteilung aufzubauen. Während 1959 eine Schülermannschaft der SG Bergfelde zur einige wenige Freundschaftsspiele austrug, wurden ab Mitte der 60er Jahre die Aktivitäten des Bergfelder Nachwuchses umfangreicher und vor allem regelmäßiger. Im Mai 1963 trat die Schülermannschaft in Freundschaftsspielen an und nahm an einem Turnier teil. Ab Herbst 1963 bestritt dann die Schülermannschaft der SG Bergfelde Meisterschaftsspiele.

Als die Männermannschaften 1964/65 in Berlin spielten, blieb die Bergfelder Schülermannschaften im Kreis Oranienburg und belegte einen guten 4. Platz mit 18:14 Punkten. 

In der Saison 65/66 gingen dann sogar 2 Nachwuchsmannschaften der SG Bergfelde an den Start. Die gemischte Jugend spielte in Berlin und belegte mit 4:20 Punkten den vorletzten Platz. Besser schlug sich die Schülermannschaft, die im Kreis Oranienburg hinter der SG Sachsenhausen den 2. Platz mit 26:6 Punkten belegte.

Während in der Saison 66/67 sowohl die gemischte Jugend als auch die Schülermannschaft im Kreis Oranienburg spielten, startete in der Saison 67/68 darüber hinaus eine Knabenmannschaft, die im Jahr darauf aber wieder abgemeldet werden musste.

1969 bestritt dann die gemischte Jugend als einzige Nachwuchsmannschaft der SG Bergfelde Punkt- und Pokalspiele, was die Pokalspiele betrifft sogar mit großem Erfolg. Durch einen 5:2 Erfolg (Tore 2x Marienfeld, H.Franz, J.Löffler, Zurawski) im Halbfinale gegen Traktor Flatow erreichte die SG Bergfelde das Endspiel um den "Junge-Welt" - Kreispokal am 9. November 1969 in Germendorf. Gegner war der TSG Leegebruch.

Die Zeitung berichtete, dass die Bergfelder Jungen, obwohl sie körperlich unterlegen waren, mit allem Eifer kämpften, und den zweimaligen Rückstand jeweils verdient durch Zurawski und Marienfeld ausgleichen konnten. Dann aber durch ein unglückliches Selbsttor in der 62. Minute zum 2:3 Endstand unterlagen.

Die meisten der in dieser Zeit in den Bergfelder Nachwuchsmannschaften aktiven Jungs spielten beim Neuaufbau des Fußballs 1973 in Bergfelde eine wichtige Rolle, einige spielten noch viele Jahre in den Bergfelder Mannschaften (u.a. Wilke, Horn, Marienfeld, Franz, F. Becker, A. Holland, Lehmke, Granda, B. Bartzke, J. Chemmnitz, S. Haller) und Gerald Zurawski. 

Charakteristisch für diese Zeit waren auch viele Freundschaftsspiele und Turniere. Dabei wurde auch Volleyball gespielt oder eine kleine Friedensfahrt für Nachwuchs veranstaltet. 

Nach der Saison 1969/70 ruhte der aktive Fußball in Bergfelde. Damit ging nach gut zwei Jahrzehnten vorerst eine Ära des Vereins mit Höhen und Tiefen zu Ende


1973 - 1981

1973 wurde der Fußball in Bergfelde mit neuen Vereinsnamen SG Grün-Weiß Nord wieder belebt. Aus Spielern die bereits in den 60ern im Männerbereich aktiv waren z.B. A. Richter, J. Pitz, P. Ackermann, W. Weber und D. Brendel, vielen ehemaligen Nachwuchsspielern sowie neuen Spielern wurden 2 Mannschaften formiert, die zunächst ab April 1973 Freundschaftsspiele bestritten und dann ab Herbst 73 in den Berliner Punktspielbetrieb einstiegen. Schon in dieser Saison konnte die 1.Mannschaft mit 25:31 Punkten einen Platz im Mittelfeld erkämpfen.

Mitte der siebziger Jahre konnte die 1.Männermannschaft der SG Grün-Weiß Nord diese Position in der 2. Kreisklasse stabilisieren bzw. verbessern (74/75: 8; 75/76: 5; 76/77: 4.Platz)

Im Spieljahr 1977/78 spielte dann die Mannschaft eine hervorragende Saison, wurde zunächst mit 23:1 Punkten Herbstmeister und belegte schließlich mit 40:4 Punkten den 2. Platz der Staffel, nur einen Punkt hinter dem Tabellenersten und 10 Punkte vor dem Dritten.

Damit erreichte die SG Grün-Weiß Nord die Qualifikationsspiele um den Aufstieg in die 1.Kreisklasse gegen den Zweiten der anderen Staffel, die SG Wildau. In Hinspiel lag Bergfelde auf eigenen Platz zur Halbzeit bereits 0:2 hinten, konnte in der 2.Halbzeit den Rückstand durch Tore von Zurawski, Franz, J.Chemnitz, und R.Quadt in einen 4:3 Sieg umwandeln. Dies war aber keineswegs ein beruhigender Vorsprung für das Rückspiel.

Und auch in Wildau lag Grün-Weiß Nord zur Halbzeit 0:1 in Rückstand. Aber auch hier hatten die Bergfelder schließlich den längeren Atem und gewannen noch klar mit 6:1 (Tore 3xGatzke, 2xWilke, Chemnitz). Damit war der Aufstieg geschafft.

In den Aufstiegsspielen kamen folgende Spieler zum Einsatz: H.Schröder (Torwart), A.Holland, Lemke, Glaubitz, Gatzke, Horn, J.Chemnitz, Wilke, Scheffler, Rol.Quadt, Zurawski, B.Bartzke, Symalla, Granda, Franz.

Diese Spieler bildeten auch die Saison über den Stamm der Mannschaft, die gelegentlich durch Spieler der 2.Mannschaft (z.B. Richter, Vasak, Albrecht, Wulf, S.Haller, G.Richter) ergänzt wurde.

Im ersten Jahr der 1.Kreisklasse (78/79) spielte die Mannschaft eine gute Rolle, konnte gegen einige etablierte Mannschaften gewinnen und belegte am Ende mit 27:33 Punkten und 61:52 Toren den elften Tabellenplatz.

In der Saison 79/80 konnte dieses Ergebnis wiederholt werden (11.Platz; 27:33 Punkte; 58:73 Tore)

Leistungsträger in dieser erfolgreichen Zeit, in der die Bergfelder Mannschaft übrigens die Nr.1 in der Region Birkenwerder/ Hohen Neuendorf war, waren neben den schon genannten Stammspielern aus dem Aufstiegsjahr auch Siegfried Bartzke und Gerd Richter.

Die Saison 1980/81 war dann vom Abstiegskampf geprägt. Leider belegte die SG Grün-Weiß Nord nur den 15. und damit letzten Platz. 2 Punkte fehlten am Ende zum Klassenerhalt.


1981 - 1989

Nach einem 9.Platz in der Saison 81/82 konnte sich die Mannschaft bis Mitte der 80er Jahre unter Spielertrainer Wilfried Braun wieder stabilisieren und erreichte sowohl in der Saison 84/85 (36:16 Pkt.) und 85/86 (4.Platz, 41:19 Punkte) vordere Tabellenplätze in der 2. Kreisklasse.

1986 erreichte die SG Grün-Weiß Nord sogar das Kreispokalfinale gegen die BSG Turbine Wasserwerke Stolpe. Leider unterlag man nach großem Kampf dem Staffelsieger der 1.Kreisklasse und damit Aufsteiger zur Bezirksklasse knapp mit 1:2.

In diesen Jahren startete die SG Grün-Weiß Nord auch in der Regel mit einer Reservemannschaft, mit mehr oder weniger Erfolg.

Anfang der 80er Jahre begannen viele Spieler im Männerbereich der SG Grün-Weiß Nord, die neben Gerd Richter und Gerald Zurawski in den Aufstellungen bis Ende der 90er zu finden sind: Frank Jantz, Dirk und Frank Behnke, Peter Schmidt, Peter Kresse, Andreas Dahlke.

Frank Jantz und Frank Behnke gehörten dabei Jahr für Jahr bis in die heutige Zeit zu den erfolgreichsten Torschützen der ersten Mannschaft.

Weitere wichtige Spieler waren Heinz Schröder, Peter Holland, Wilfried Braun, Mario Pitz, Siegfried Bartzke, Palf Schleffler, Lars und Mike Becker und Carsten Voigt. Langjährige Stütze und Kapitän der 2.Mannschaft, auch mit einigen Einsätzen in der 1.Mannschaft, war Rainhard Möller.

Ab Mitte der 70er wurde auch immer wieder versucht, Nachwuchsmannschaften aufzubauen. Es gelang aber nur vereinzelt, Mannschaften an den Start zu schicken, die aber dennoch recht erfolgreich waren. 1980/81 belegte z.B. die AK 14/15 der SG Grün-Weiß Nord mit 27:13 Punkten und 113:74 Toren nur 3 Punkte hinter dem Tabellenersten den 4. Platz.

Bester Torschütze der Bergfelder Jugend mit 32 Toren war der damals 13-jährige Olaf Lenz, der heute nach Falko Götz wohl bekannteste Bergfelder Fußballer.

Danach wechselte er zu Stahl Hennigsdorf, wo er mit Männerbereich in der DDR-Liga spielte. Verletzungspech verhinderte den ganz großen Sprung in der DDR-Oberliga.

In den 90er Jahren war er für den FSV Velten (u.a. Regionalliga) und Stahl Hennigsdorf aktiv, in der Saison 1998/99 half er mit seinen Toren dem SV Altlüdersdorf beim Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga. 1999 wechselte er wieder zurück zum FC 98 Hennigsdorf.

In der Saison 84/85 ging dann die für lange Zeit letzte Nachwuchsmannschaft der SG Grün-Weiß Nord an den Start, die AK 15/16 belegte mit 21:7 Punkten und 67:26 Toren den 2. Platz der Kreisklasse, Staffel C.

Stellvertretend für die Jugendtrainer, die sich in dieser Zeit im Nachwuchsbereich in Bergfelde engagierten, seien hier Gerd Marzahn, der in dieser Funktion bereits in den 60er Jahren tätig war, sowie Josef "Seppel" Pitz genannt.

Gegen Ende der 80er stagnierte dann die Entwicklung des Bergfelder Fußballs. Außerdem waren die Argumente, warum sich die Teilnahme der S-Bahngemeinden am Berliner Spielbetrieb als vorteilhaft erweist, für Bergfelde nicht mehr gegeben. Zu den Auswärtsspielen nach Berlin fuhr man auch mit dem Auto, und der Weg z. B. zu einem Auswärtsspiel nach Köpenick war viel weiter als jeder Weg im Kreis Oranienburg. Und eine Nachwuchsmannschaft, für die die Möglichkeit der Fahrt zum Auswärtsspiel mit Bahn und Bus schon von Vorteil war, gab es schon lange nicht mehr in Bergfelde.

So entschlossen sich die Bergfelder Fußballer folgerichtig, ab der Saison 1989/80 in die 2. Kreisklasse Oranienburg zu wechseln.


1989 - 1999

In der Saison 1989/90 begannen beide Mannschaften in der 2. Kreisklasse Oranienburg.  

Mit Harry Preiss konnte ein erfahrender Trainer gewonnen werden und das Ziel für die 1. Mannschaft hieß Aufstieg in die 1.Kreisklasse.

In diesem ersten Jahr im Kreis Oranienburg lief nicht alles nach Wunsch, die 1. Mannschaft erreichte hinter Kremmen II und Liebenwalde II den 3. Platz. Da Liebenwalde II aber nicht aufstiegsberechtigt war, konnte Bergfelde nachrücken und das Saisonziel wurde doch noch erreicht. Neben den Stützen, wie P. Kresse, P. Schmidt, R, Schleffler, G. Richter, F. Jantz, G. Zurawski, C. Voigt, A. Dahlke, F. Behnke, W. Braun, H. Franz, L. Becker trugen auch junge Spieler (M. Holland, M. Saß, M. Schleffler) und Spieler, die kurz zuvor zum Verein gekommen waren (Torwart Lehmann, F. Didlof) ihren Teil zum Aufstieg bei. 

Zudem beschloss der Verein auf einer Mitgliederversammlung die Änderung des Vereinsnamens. Fortan hieß der Bergfelder Fußballverein FSV Bergfelde 49 e.V.  

Nach der Saison gelang es dann den Fußballern aus Hammer, die bis dahin unter Liebenwalde II antraten, sich endlich aus der SG Liebenwalde auszugliedern. Der SV Hammer schaffte dann ganz souverän den Aufstieg im folgenden Jahr, eigentlich zum zweiten Mal.

Noch größeres Glück musste der FSV Bergfelde im folgenden Jahr (1990/91) in Anspruch nehmen. Die 1. Mannschaft landete abgeschlagen auf dem letzten Platz der Tabelle. Dennoch mussten sie nicht den bitteren Weg in die 2. Kreisklasse antreten. Da die 2. Mannschaft von E. Oranienburg aus der Bezirksklasse in die 1. Kreisklasse abstieg, musste die 3. Oranienburger Mannschaft Zwangsabsteigen. Doppeltes Glück für Bergfelde, denn in diesem Jahr gab es nur einen Absteiger. 

Die Saison 1991/92 war ebenfalls vom Abstiegskampf geprägt. Erst durch zwei hart erkämpfte Heimpunkte gegen die späteren Aufsteiger Zehlendorf und Leegebruch und einem 3:0Auswerts in Bötzow gelang der Sprung auf den rettenden 12. Platz, ein bzw. zwei Punkte vor Absteigern Flatow II und Kremmen II. Trainer war nach einem Jahr Unterbrechung wieder Harry Preiss. 

1992 wurde dann die Struktur der Spielklassen im Land Brandenburg reformiert. Ein Ergebnis war die Fusion der Kreisklassen der ehemaligen Kreise, der Altkreis Oranienburg ging mit dem Altkreis Gransee zusammen. Als oberste Spielklasse wurde die Kreisliga eingeführt. Die 1. Mannschaft des FSV Bergfelde spielte weiterhin in der 1. Kreisklasse. 

Die Hoffnung, dass die Leistunkstärke der Mannschaft des Altkreises Gransee nicht ganz so groß ist, bestätigte sich zunächst nicht. Der FSV Bergfelde stand nach 8 Spieltagen mit 1:15 Punkten auf den letzten Tabellenplatz. Danach fing sich die Mannschaft aber wieder, und kletterte bis zum Ende der Saison noch bis auf den 10. Tabellenplatz (25:31 Punkte, 48:61 Tore). 

In der Saison 1993/94 konnte sich die Mannschaft unter dem neuen Trainer Olaf Zirulla nach erneuten Startschwierigkeiten (12. Platz mit 6:12 Punkten. Nach 9 Spielen) recht früh im gesicherten Mittelfeld festsetzten. Nach 8 Spielen ohne Niederlage (7 Siege, 1 Remis) kletterte der FSV Bergfelde zunächst auf den 6. Tabellenplatz (21:13 Punkte) bevor am Ende mit dem 5. Platz (33:19 Punkte, 52:33 Tore) die bis dahin beste Platzierung in der 1. Kreisklasse Oberhavel erzielt werden konnte. 

Das folgende Spieljahr 1994/95 begann für FSV Bergfelde so wie das vorangegangene endete, nämlich erfolgreich. Nach 6 Spieltagen belegte man mit 9:3 Punkten den 4. Tabellenplatz, nur 1 Punkt hinter dem Spitzenreiter. Diese Leistungskonstanz konnte leider nicht gehalten werden, so dass man nach der ersten Halbserie auf Platz 7 (17:13 Punkte) und am Ende auf Platz 9 (31:29) einkam. 

Etwas besser lief es in dieser Saison im Pokal. Durch einen 3:1- Sieg nach Verlängerung über den Kreisligisten SV Fürstenberg erreichte FSV Bergfelde die Runde der letzten 8 Gegner im Viertelfinale war der souveräne Spitzenreiter der Kreisliga, Stahl Hennigsdorf. Da Stahl Heimrecht hatte, kam der FSV Bergfelde in den Genuss, im Stahlstadion zu spielen. Stahl gewann am Ende klar mit 5:0, Bergfelde zog sich aber achtbar aus der Affäre, die Lokalzeitung vermärkte: „Den Gästen gebührt ein dickes Lob. Trotz des klaren Resultats kämpften sie in sportlich fairer Weise unermüdlich bis zum Abpfiff.“ 

Inzwischen ist das traditionelle Stahlstadion abgerissen worden. 

Für die Saison 1995/96 wollte der FSV Bergfelde dann wieder weiter vorn in der Tabelle landen. Dieses Ziel wurde, vor allem in den Spielen im Herbst, vollkommen verfehlt. Erst im letzten Spiel vor der Winterpause, einem überraschenden 2:1- Auswärtssieg in Liebenwalde, konnte die Mannschaft den Anschluss zu den Nichtabstiegplätzen herstellen. Dieser Sieg leitete gewissermaßen eine Trennwende zum besseren ein, denn in den Rückrundenspielen und den Nachholspielen der 1. Halbserie sammelte die Mannschaft fleißig Punkte, entledigte sich bald aller Abstiegssorgen und landete schließlich mit 39 Punkten auf Rang 11. 

Olaf Zirulla beendete nach der Saison seine Tätigkeit als Trainer in Bergfelde. Dem Vereinsvorsitzenden Dirk Behnke gelang es aber, für hochwertigen Ersatz auf dem Trainerposten zu sorgen. Er konnte Horst Rapsch, der in der Vorsaison die Mannschaft des FSV Velten II (u.a. mit Olaf Lenz, der auf diese Weise noch einmal im Frühjahr 96 auf dem Bergfelder Sportplatz agierte und alle 3 Tore beim Veltener 3:1- Siegerzielte) in die Kreisliga führte, verpflichten. Durch seine niveauvolle und abwechslungsreiche Trainingsgestaltung stieg die Trainingsbeteiligung sprunghaft an, Fortschritte vor allem im konditionellen Bereich waren unverkennbar, und auch im technisch-taktischen Bereich konnte Horst Rapsch der Mannschaft seine Vorstellungen vermitteln. 

Der erhoffte Motivationsschub setzte ein und Erfolge konnten schneller als erwartet Verbucht werden, am 8. Spieltag konnte sogar die Tabellenspitze erobert werden. Zwar verlor man sie am 11. Spieltag im Spitzenspiel in Bredereiche, trotzdem konnte über lange Zeit eine Position in den Aufstiegsrängen gehalten werden. Am Ende der Herbstserie belegte der FSV Bergfelde mit 30 Punkten den 2. Tabellenplatz hinter Bredereiche. 

Im Pokal hatte Bergfelde das Pech, sehr früh auf den späteren souveränen Pokalsieger TuS Sachsenhausen zu treffen. Man unterlag in dieser Viertelfinalbegegnung denkbar knapp nach torlosem Spielverlauf mit 3:4 im Elfmeterschießen. Danach marschierte Sachsenhausen ohne Probleme zum Pokalgewinn. 

Zu Beginn der 2. Halbserie erkämpfte der FSV Bergfelde noch einmal die Tabellenführung. Ganz so rund, wie im Herbst lief es, auch verletzungsbedingt, leider nicht mehr. Aber auch die anderen Mannschaften mit Aufstiegsambitionen hatten Probleme, so dass der FSV Bergfelde bis zum vorletzten Spieltag das Rennen um den Aufstieg offen gestalten konnte. 

Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den Häsener SV II verlor der Ersatzgeschwächte FSV Bergfelde nach der besten Rückrundenleistung beim 1:1 die entscheidenden 2 Punkte auf Mitkonkurrent Liebenwalde, der gleichzeitig glücklich durch einen Elfmeter in der 85. Minute in Flatow gewann. Besonders bitter dabei war, dass der Schiedsrichter 2 reguläre Tore für Bergfelde nicht anerkannte und somit die couragierte Leistung unbelohnt blieb. 

Am Ende wurde der FSV Bergfelde hinter den Aufsteigern Bredereiche, Häsen II und Liebenwalde mit 54 Punkten und 62:40 Toren Vierter, die beste Platzierung seit der Teilnahme in der 1.Kreisklasse Oberhavel, aber dennoch enttäuscht, weil der Aufstieg so knapp verpasst wurde. Erfreulich dagegen, dass der FSV Bergfelde endlich wieder mit 2 Nachwuchsmannschaften an den Start gehen konnte. 

In der Saison 1997/98 hieß es „Auf ein Neues“, und nach einem Fehlstart mit zwei Niederlagen konnte bis zum Ende der ersten Halbserie überraschend mit 28 Punkten die Tabellenspitze erklommen werden. 

Im Frühjahr fehlte aber die Leistungskonstanz. Da sich die drei späteren Aufsteiger Germendorf, Altlüdersdorf und Birkenwerder, die der FSV Bergfelde in der Hinrunde allesamt bezwingen konnte, kaum eine Blöße gaben, hatte Bergfelde relativ früh keinen Kontakt mehr zu den Aufstiegsplätzen. Der 4. Platz des Vorjahres konnte wiederholt werden, 46 Punkte standen am Ende für Bergfelde zu Buche, das bedeutete 15 Punkte Rückstand auf den Tabellendritten. 

Nach dieser Spielserie beendete Horst Rapsch seine Tätigkeit als Trainer in Bergfelde. Daraufhin übernahmen drei Spieler (T. Alde, A. Dahlke, Th. Schulze) die Leitung des Trainings und die sportliche Verantwortung für die 1. Mannschaft, im laufe der Saison erweiterte St. Schulze das Trio. 

Leider konnte die Mannschaft nicht an die Leistungen der beiden vergangenen Jahre anknüpfen, dazu kamen Verletzungsprobleme. Am Ende der 1. Halbserie belegte der FSV Bergfelde mit 14 Punkten einen enttäuschenden 12. Platz. 

Besser lief es dagegen bei der 2. Mannschaft. Nachdem in der Vorsaison mit 20 Punkten der 15. und damit der vorletzte Tabellenplatz erreicht wurde, sammelte der FSV Bergfelde II im Herbst 98 bereits 17 Punkte, die Platz 12 in der Hinrunde der 2. Kreisklasse Süd 98/99 bedeuteten. Während die 2. Mannschaft an die Leistung des Herbstes anknüpfen konnte, tat sich die 1. Mannschaft weiterhin schwer, geriet aber in der Saison wenigstens nicht in Abstiegsgefahr. Die Mannschaft erreichte schließlich 32 Punkte. Während die 2. Mannschaft mit den erreichten 11. Platz in der 2. Kreisklasse Süd sehr zufrieden sein kann, ist der 11. Platz für die 1. Mannschaft nach den vorangegangenen erfolgreichen Jahren in der 1. Kreisklasse eher enttäuschend. 

In den 90er Jahren nahm der FSV Bergfelde auch regelmäßig an den Hallenmeisterschaften teil. Einige Male erreichte die Mannschaft auch die Endrunde der 1. Kreisklasse, kam hier aber bis zum letzten Jahr über hintere Plätze (1995 Platz 4; 1998 Platz 5) im Fünferendrundenfeld nicht hinaus. 


1999 – 2003

Doch im Januar 1999 gelang der 1. Männermannschaft dann der große Wurf. Als krasser Außenseiter gewann Bergfelde den Hallentitel des Kreises Oberhavel.  Besonders sensationell daran war, dass man sich gegen mehrere Kreisligisten durchsetzte.

Durch diesen Sieg enorm beflügelt, wollte man nun auch in der 1.Kreisklasse noch einiges bewegen. Deshalb gab es auch auf dem Trainerposten eine Änderung. Das Modell mit drei Spielertrainern galt als gescheitert, also sollte ein „richtiger“ Trainer her. Stefan Schulze (Bruder unseres Torwartes) bekleidete nun den Posten des Cheftrainers. 

Am Ende der Spielzeit 1998/1999 stand ein gesicherter Mittelfeldplatz zu buche. Doch so langsam zeichnete sich ein Wechsel in der Struktur der 1. Mannschaft ab. Altgediente Recken wie Mario Sass, Peter Kresse, Peter Schmidt und Klaus Engel verabschiedeten sich so langsam und machten Platz für die neue Spielergeneration wie z.B.: Fekete, Güldemeister, Alde und den Bruch-Brüdern.

Damit war auch klar, dass die Saison 1999/2000 kein Spaziergang werden würde. Lange Zeit steckte Grün-Weiß Bergfelde im akuten Abstiegskampf. Sechs Spieltage vor Ende der Saison sah man schon wie der sichere Absteiger aus, doch dann legte die Truppe eine Serie hin und schaffte am vorletzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg gegen Beetz/Sommerfeld den schon nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt. 

Ein Abstieg aus der 1. Kreisklasse wäre wohl ein nicht zu verdauender Schock gewesen. Viele Spieler hätten dann den Verein verlassen.  

Um nicht wieder in solch eine brenzlige Situation zu gelangen, konnte man im Sommer 2000 den ehemaligen Coach Horst Rapsch wieder überreden, noch einmal das Traineramt zu bekleiden.

Dazu wurden mit Jan Thurau und Michael Liedtke zwei junge Leute geholt, die in Zukunft noch für viel Furore sorgen sollten. Besonders der Transfer von Jan Thurau war etwas Besonderes. Zum ersten Mal seit Jahren wechselte wieder ein Spieler von Birkenwerder nach Bergfelde (in den folgenden Jahren sollte dies der Schlüssel zum Erfolg werden). Zwar blieb der ganze große Erfolg noch aus, aber am Ende der Saison belegte man wieder einen Platz im gesicherten Mittelfeld. 

Eine große Veränderung stand dann im Frühjahr 2001 auf der Tagesordnung. Nach vielen erfolgreichen Jahren beendete das Präsidium um den Vereinsvorsitzenden Dirk Behnke seine Tätigkeit. Neuer Vereinsvorsitzender wurde Klaus Panke, ein Gastronom aus Sachsen, der mit vielen neuen Ideen den Verein zu neuen Ufern führen wollte. Den neuen Vorstand komplettierten Torsten Alde (Schatzmeister), Michael Schulz (2. Vorsitzender), Stefan Schulze (Sportlicher Leiter), Oliver Brüsehaber (Öffentlichkeitsarbeit) und Fred Brehmer (Jugendleiter).  

Im gleichen Atemzug wurde ein neuer Vereinsname beschlossen. Ein neues Wappen schmückte nun Bergfelde.

Bereits einige Monate später war der neue Schwung zu erkennen. Das alt ehrwürdige Bergfelder Pfingstturnier erstrahlte im neuen Glanz. Früher als reines Turnier fungierend, sollte es nun ein Anlaufpunkt für alle Bergfelder werden. Dafür wurde erstmals auch ein Rahmenprogramm veranstaltet. 

Nach den vielen Veränderungen rund ums runde Leder sollte sich nun auch sportlich etwas bewegen. Zwar musste die 2. Mannschaft aus Personalmangel abgemeldet werden, doch dafür entstand eine Seniorenmannschaft. Aber auch die erste Mannschaft konnte einige Neuzugänge vermelden. Vom Nachbarn Birkenwerder kamen mit Pierre Schlegel, Tino Pokowitz und Stefan Weidig drei talentierte Fußballer nach Bergfelde. Erstmals seit Jahren konnte damit ein negativer Trend gestoppt werden. Den in den vergangenen Jahren verließen immer wieder viele gute Bergfelder Fußballer unseren Club. 

Schon nach einigen Wochen war zu erkennen, dass sich die Qualität des Bergfelder Spiels enorm gesteigert hatte. Nach dem Ende der Hinrunde stand die 1. Mannschaft auf einem Aufstiegsplatz mit neun Punkten Vorsprung zum ersten Nichtaufstiegsplatz. Da auch die Seniorenmannschaft nach der Hinrunde auf einem Aufstiegsplatz stand, sah alles danach aus, dass das Jahr 2002 das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte werden könnte. 

Aber es wurde noch mal verdammt eng! Schon nach einigen Wochen in der Rückrunde hatten beide Teams ihren Vorsprung schon fast verspielt. Besonders der 1. Mannschaft merkte man diesen Druck, jedes Spiel gewinnen zu müssen, deutlich an. 

Im Frühjahr 2002 dann eine überraschende Änderung im Vorstand. Nach nur einem Jahr beendete Klaus Panke seine Aufgabe als Präsident des Vereines. In einer Nacht und Nebel Aktion gab er ohne Angabe von Gründen seinen Rücktritt bekannt. In dieser Zeit übernahm Michael Schulz stellvertretend seine Position. Nachfolger wurde zwei Monate später der Berliner Klaus Mattner.  

Im sportlichen Bereich rückte die Entscheidung um den Aufstieg immer näher. Nach einer 2:3-Niederlage am vorletzten Spieltag beim unmittelbaren Konkurrenten aus Friedrichstal schien der Traum vom Aufstieg beendet. Doch der 08.06.2002 wurde dann zu einem historischen Tag. Durch ein sensationelles 5:1 beim schon feststehenden Aufsteiger Bärenklau gelang zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in die höchste Liga des Kreises Oberhavel, der Kreisliga! Doch damit nicht genug. Auch unsere Seniorenmannschaft schaffte durch ein 3:1-Erfolg in Mühlenbeck (ebenfalls am letzten Spieltag) den Aufstieg in die Kreisliga. 

Auch außerhalb des Spielfeldes wurde der Verein interessanter. Das Pfingstturnier entwickelte sich zu einem festen Bestandteil in jedem Terminkalender. Inzwischen bekam der SV Grün-Weiß Bergfelde auch Zuwachs. Denn mit Badminton und Volleyball wurden zwei neue Sektionen im Verein aufgenommen. 

Nach dem erfolgreichen Aufstieg in die Kreisliga beendete Coach Rapsch sein Engagement in Bergfelde. Neuer Trainer der 1. Mannschaft wurde Andre Nassar. Auch der Kader zur Saison 2002/2003 veränderte sich doch deutlich.  

Viele verdiente Spieler wie Brenke, Holland, Dahlke, Behnke und Tetzlaff gingen in die neu formierte 2. Mannschaft oder in die Seniorentruppe. Dadurch kamen natürlich auch viele neue Spieler nach Bergfelde. Mit Vetter, Jany, Seiler, Fiebich und Herrmann konnten gestandene Akteure verpflichtet werden.  

Dank der neuen Spielerqualität und einer großen Portion Euphorie startete die 1. Mannschaft unglaublich in ihr erstes Kreisliga-Jahr. Vom 2. bis zum 8. Spieltag stand man sogar ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz. Doch großes Verletzungspech und jede Menge Unerfahrenheit ließ die Truppe zurückfallen. Trotz aller Unwägbarkeiten konnte am Ende die Klasse souverän gehalten werden. Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet. Auch die Seniorenelf schaffte den Klassenerhalt.


2003 - 2004

Nach der erfolgreichen ersten Kreisliga – Saison veränderte sich zunächst das Bild der Mannschaft. Mit Vetter, Seiler und Fiebich verließen uns drei Spieler nach nur einer Saison.

Doch wer in dieser Zeit Angst hatte, das Bergfelde keine schlagkräftige Mannschaft beisammen haben könnte, der wurde kurze Zeit später beruhigt. Und wie! Mit Torjäger Rene Hein und Steve Fekete heuerten zwei ehemalige Bergfelder bei uns an. Besonders die Personalie Rene Hein sorgte in den örtlichen Medien für viel Aufsehen. Nach Olaf Lenz und Falko Götz dürfte Hein wohl ohne Zweifel der bekannteste Bergfelder Fußballer sein. Bereits im Alter von 17 Jahren gab er sein Debüt in der 1. Mannschaft unseres Vereines, ehe er mit 18 zum Verbandsligisten nach Henningsdorf wechselte. Über die Stationen Forst Borgsdorf und Birkenwerder BC fand

er wieder zu uns. Besonders die Saison 2002/2003 machte ihn berühmt. Denn mit 50 Toren stellte er einen neuen Saisonrekord in der Fußball-Kreisliga auf. Da neben Hein und Fekete auch noch Strähnz, Sommerfeld und M. Augustin nach Bergfelde wechselten, stand plötzlich für viele Medienvertreter fest, daß unsere Mannschaft der Favorit auf den Aufstieg sei.

Neben den Verstärkungen bei der 1. Mannschaft konnte sich aber auch der Trainer der zweiten Mannschaft über eine Vielzahl von neuen Spielern freuen. Denn zum ersten Mal seit Jahren profitierte unser Verein wieder von seiner Jugendarbeit. Nicht weniger als zwölf ehemalige A – Juniorenspieler verstärkten nun die 1. und 2. Mannschaft. 

Der Auftakt der 1. Mannschaft verlief zunächst trotz aller Vorschußlorbeeren relativ holprig. Bereits im ersten Spiel der neuen Saison kassierte man eine 1:2 Niederlage bei der Verbandsliga – Reserve aus Altlüdersdorf. Zwar konnte man danach sein erstes Heimspiel knapp mit 1:0 gegen Falkenthal gewinnen, doch auch das anschließende 1:1 in Gransee vermochte noch nicht zu überzeugen. Doch am vierten Spieltag zeigte unsere Mannschaft erstmals, welch Potenzial in ihr steckt. Der Aufsteiger aus Velten wurde mit 8:0 abgefertigt. In diesem Spiel traf auch Torjäger Hein zum ersten Mal für seine neuen Farben. Der Rest der Hinrunde ist schnell erzählt. Auf heimischem Geläuf etablierte sich unsere Mannschaft zu einer Macht, doch auswärts kassierte man einige vermeidbare Niederlagen. So stand man nach dem Ende der Hinrunde auf einem sehr guten vierten Platz, noch mit Kontakt zum Spitzenreiter aus Löwenberg.

Leider lief die Hinrunde bei der zweiten Mannschaft nicht so gut wie erwartet. Erst am achten Spieltag konnte dank eines 5:0-Erfolges gegen die zweite aus Bötzow der erste Sieg eingefahren werden. Nach dem Ende der Hinrunde stand man nur auf dem vorletzten Platz, mit zwei Siegen aus elf Spielen. Trotz viel Talent erwies sich die junge Truppe als noch zu grün hinter den Ohren. Auch die Undiszipliniertheiten einiger Spieler machten Trainer Dirk Behnke zu schaffen. Trotz Anstoßzeiten von 13:00 oder 15:00 Uhr schafften es einige junge Akteure nicht zum Platz zu kommen, da die letzte Nacht wohl zu anstrengend war!

In der Winterpause stand ein großer Höhepunkt auf dem Terminplan. Das alljährliche Hallenturnier des FSV Forst Borgsdorf lud unter neuem Namen Anfang Januar wieder ein. Nach dem die Jahre zuvor die Veranstaltung Obi – Wintercup hieß, wurde das Turnier nun unter dem Namen Komma – Zehn – Cup veranstaltet. Unsere Mannschaft startete wieder einmal als krasser Außenseiter ins Turnier. Bereits im ersten Turnierspiel sollte dies auch bestätigt werden. Mit 0:4 erhielt man von BW Hohen Neuendorf eine deutliche Abfuhr. Doch im zweiten Turnierspiel zeigte man dann erstmals seine Klasse und fertigte den Landesklassenvertreter aus Sachsenhausen mit 5:1 ab. Im dritten Turnierspiel stand dann das ewige Duell gegen den BBC auf dem Plan. Trotz klarer Chancenvorteile für unsere Mannschaft musste man sich am Ende mit einem 1:1 zufriedengeben. Als die Jungs vom BBC dann im letzten Gruppenspiel schnell mit 2:0 gegen die schon als Halbfinalist feststehenden Hohen Neuendorfer führten, schien der Traum vom erstmaligen Erreichen des Halbfinales geplatzt zu sein. Doch in den letzten drei Minuten (unter starker Anfeuerung des Bergfelder Anhangs) drehte der Favorit das Spiel und gewann am Ende noch mit 4:2. Riesen Jubel auf Bergfelder Seite, denn beim vierten Anlauf wurde zum ersten Mal das Halbfinale erreicht. Dort traf unsere Mannschaft auf den Landesligisten und Titelverteidiger aus Borgsdorf. Schnell führte der Favorit mit 2:0 und alles schien seinen normalen Weg zu gehen. Nachdem Liedtke zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt hatte, erhöhte der Favorit prompt wieder auf 3:1. Erneut Liedtke traf dann zum 2:3. Nun sollte die Stunde des Steve Fekete schlagen. Zuerst traf Fekete zum Ausgleich und kurze Zeit später traf er zum 4:3. Nun stand erstmals die Hohen Neuendorfer Stadthalle Kopf. Doch trotz aller Anfeuerungen erzielte der Favorit per Neunmeter eine Minute vor Schluss den Ausgleich. Quasi mit dem Schlusspfiff drohte die Halle dann endgültig einzustürzen. Wiederum Fekete traf nach super Solo zum viel umjubelten 5:4. Im Finale gab es dann ein Wiedersehen mit Hohen Neuendorf. Nach einem spannenden Endspiel stand es nach zwanzig Minuten 1:1. Das Neunmeterschießen musste nun die Entscheidung bringen. Wie schon im Halbfinale wuchs nun der erst 18-jährige sonstige Ersatztorwart Stephan Maiwald über sich hinaus. Mit zwei gehaltenen Neunmetern wurde er zum Helden. Den entscheidenden Neunmeter verwandelte dann Rene Hein. Danach war nur noch großer Jubel angesagt. Unsere Mannschaft hatte für eine dicke Überraschung gesorgt.

Nach dem Gewinn des Komma-Zehn – Cups hatte auch unsere neue Internetseite sehr großen Zulauf. Nachdem vor einigen Jahren schon einmal erfolglos versucht wurde unseren Verein auch weltweit zu präsentieren, wurde ab dem 18.12.2003 nun ein neuer Anlauf unternommen. Ein Team um Andreas Knoll hatte in langer Arbeit eine neue Internetpräsenz unseres Vereines aufgebaut und das mit Erfolg.

Durch den Erfolg im Winter war unsere erste Männermannschaft sehr motiviert. Das Ziel hieß nun Aufstieg in die Landesklasse. Der Anfang war auch sehr verheißungsvoll, denn die ersten drei Spiele in der Rückrunde wurden gewonnen. Doch dann erlebte unsere Elf einen Einbruch und musste schnell das anvisierte Ziel ad acta legen.

Am Ende der Saison sprang ein ordentlicher 8.Platz heraus. Besonders die Auswärtsschwäche kostete unsere Mannschaft viele Punkte. Doch mit einem Highlight verabschiedete man sich in die Sommerpause. Beim ewigen Rivalen aus Birkenwerder feierte man am letzten Spieltag einen 5:1-Kantersieg, der viele andere enttäuschende Spiele der Rückrunde vergessen ließ.  

Unsere 2. Mannschaft fing sich im Laufe der Rückrunde und konnte noch einige bemerkenswerte Resultate aufweisen. Leider verlief die Saison der Senioren nicht so erfolgreich. Nach einer sehr durchwachsenden Saison belegte man zum Abschluss der Serie den vorletzten Tabellenplatz und musste deshalb in die Relegation. Der Gegner dort hieß SG Vehlefanz, die in der Kreisklasse Süd den 2.Platz belegten. Nach einem 2:2 in Vehlefanz schien der Klassenerhalt doch noch möglich zu sein, doch im Rückspiel auf heimischen Rasen kassierte man eine deftige 2:6 Niederlage und musste absteigen.  

Eine doch sehr ordentliche Saison spielten die beiden Nachwuchsteams. Die B-Jugend erreichte einen tollen 4.Platz und konnte im Winter sogar den prestigeträchtigen Wintercup von Blau Weiß Hohen Neuendorf gewinnen.

Auch unsere B-Jugend spielte eine klasse Saison und konnte am Ende sogar den dritten Platz erringen.


2004 - 2005

Bei der ersten Männermannschaft konnte man zwei neue hoffnungsvolle Spieler verpflichten, die sich bereits in Höherklassigen Ligen einen Namen gemacht hatten. Michael Tomaske (BBC) und Marcel Grande (Forst Borgsdorf) spielten beide schon in der Landesliga bei den „Förster“. Da beide Spieler auch noch unter 23 Jahre alt waren, senkte man dementsprechend auch den Altersdurchschnitt in der 1. Mannschaft.

Aber auch in den anderen Mannschaften gab es einige Veränderungen.  Bei der 2. Mannschaft übernahm Andreas Dahlke als Spielertrainer die offen gewordene Trainerstelle, da der bisherige Coach der Bergfelder Reserve, Dirk Behnke, nun die D- Jugend als verantwortlicher Trainer begleitete.

Womit wir bei der größten Veränderung vor der Spielzeit 2004/2005 wären. Im Bereich der Nachwuchsarbeit erarbeitete der Nachwuchsleiter Fred Brehmer ein Konzept, das zwar zunächst recht verwunderte, doch sich am Ende als Glücksgriff herausstellen sollte. Ausgerechnet mit dem „Erzfeind“ aus Birkenwerder wurde vereinbart, ab dieser Saison in einigen Nachwuchsmannschaften die Kräfte zu bündeln und eine Spielgemeinschaft an den Start zu schicken.

Den ersten Höhepunkt der Saison gab es bereits nach einigen Wochen der Vorbereitung im Juli. Die alljährlich ausgetragene Stadtmeisterschaft der Stadt Hohen Neundorf stand auf dem Terminkalender. Nach einem gelungenen Turnier sollte sich der Gastgeber von Blau Weiß Hohen Neundorf als die stärkste Mannschaft erweisen, doch der 2. Platz von unserem Team war die große positive Überraschung, wobei die Mannschaft von Trainer Andre Nassar sogar den Landesligisten aus Borgsdorf mit 2:1 besiegen konnte.

Das Thema Pokal endete für Bergfelde leider auf sehr tragische Art und weise. Nachdem man in den ersten beiden Runden relativ locker das Achtelfinale erreichte (1. Runde 7:0 bei SG Zühlsdorf II; 2. Runde 5:0 bei der SV Mühlenbeck), stand im Achtelfinale dann mit dem Birkenwerder BC der Knallergegner auf dem Programm. Nach spannenden 120 Minuten musste im Duell der Ortsrivalen dann das Elfmeterschießen entscheiden, wobei der Gast dabei das glücklichere Ende für sich hatte.

Trotz der schmerzhaften Niederlage im Pokal und der zwei Wochen später folgenden schweren Verletzung von Torjäger Rene Hein (Fußbruch in Bärenklau) marschierte die Bergfelder Notelf weiter vorne weg und hatte am letzten Spieltag sogar die Möglichkeit, bei einem Sieg in Hennigsdorf erstmals in der Geschichte von Grün-Weiß Herbstmeister der Kreisliga zu werden. Zum ersten Mal seit drei Monaten war dann auch wieder Hein mit von der Partie und trug dank seines 1:0-Führungstores viel dazu bei, das man am Ende mit 2:0 in Hennigsdorf siegen konnte und Herbstmeister wurde.

Auch die restlichen Mannschaften im Verein spielten eine sehr starke Hinrunde, wobei besonders die Nachwuchsmannschaften für viel Freude sorgten. Mit der A, C, D und E-Jugend standen vier von fünf Nachwuchsteams von Grün-Weiß auf vorderen Plätzen und hatten alle samt gute Chancen am Ende der Spielzeit eine Klasse höher aufzusteigen.

Zu diesem tollen Bild der Nachwuchsarbeit passte dann auch, dass mit Jan Thurau ein Trainer der Jugendabteilung (A-Jugend) sich den Titel des erstmals vergebenen „Trainer des Jahres“ sicherte. 

Der Rückrundenstart verlief sehr holprig. Die ersten vier Spiele wurden alle samt verloren, so dass man sehr schnell seine Spitzenposition aus dem Winter verlor.

Nach der Niederlage im Derby bei der zweiten in Borgsdorf am 22.03.2005 war dann auch das Kapitel Bergfelde – Nassar beendet. Als neuen Verantwortlichen Trainer präsentierte man dann eine Interne Lösung. Der Sportliche Leiter, Stefan Schulze, führte bis zum Ende der Saison nun das Zepter. Doch zu den Querelen rund um den Trainer gesellte sich dann auch noch ein Verletzungspech, das in Bergfelde seines Gleichen suchte. Zeitweise musste man auf sechs Stammspieler verzichten, die beim sehr engen Kader nicht zu kompensieren waren. Dadurch erledigte sich das Thema Aufstieg relativ schnell und am Ende der Saison belegte unsere 1. Mannschaft trotzdem noch einen guten fünften Platz.

Auch die Nachwuchsabteilung hatte zur Winterpause sich die Chance erarbeitet, große Erfolge am Ende der Saison zu feiern. Die von Jan Thurau und Christian Schötz trainierte A – Jugend konnte an die Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen und wurde am Schluss Vizemeister und Aufsteiger

Aus eigener Kraft schaffte dagegen die C-Jugend den Aufstieg in die Kreisliga. Auch die erstmals in Rennen geschickte E- Jugend spielte eine sehr starke Saison und wurde wie die A-Jugend am Ende Vizemeister der Kreisklasse. Im März gab es dann noch Zuwachs im Bergfelder Nachwuchs. Der Verband gründete eine Miniliga (bis 6 Jahre) und unser Verein konnte eine Mannschaft melden. Die von „Seppel Pitz“ trainierte Truppe fasste schnell Fuß und spielte auch eine sehr beachtliche Saison.

Besonders die Nachwuchsabteilung drückte dieser Saison 2004/2005 doch deutlich ihren Stempel auf. Da auch die Männerteams recht ordentlich abschnitten (1. Mannschaft wurde 5.; 2. Mannschaft wurde 7. und die Alten Herren 4.) konnte man von einem sehr gelungenen Jahr in Bergfelde sprechen.


2005 - 2006

Im Männerbereich verlief die Saison 2005/2006 relativ unspektakulär, zwar war man bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf involviert konnte den Klassenerhalt aber am letzten Spieltag dingfest machen. Der FV Liebenwalde musste aufgrund der schlechteren Tordifferenz den Gang in die 1. Kreisklasse mit Fortuna Bredereiche antreten. Bitter für den FVL, dass ein 10:0-Abschlusserfolg dennoch ein Treffer zu wenig war – weil die Altlüdersdorf-Reserve den BBC die Kreismeisterschaft Ihrerseits mit einem 5:3-Erfolg streitig machte. Ein Treffer fehlte daher den Liebenwaldern um die Klasse zu halten. Erwähnenswert im Männerbereich waren die Debüts der jungen Wilden um Felix Köhler, Florian Gerigk und Patrick Eder die in der Folge mehr und mehr das Gerüst der Mannschaft bilden sollten. Dazu passte, dass mit Michael Schulz einer der Leader seine Schuhe an den Nagel hing.

Der Nachwuchsbereich trug auch erste Früchte der gemeinsamen Arbeit mit dem Ortsnachbarn aus Birkenwerder. So konnte unsere C-Jugend um Trainer Güldemeister Kreismeister werden und vertrat gemeinsam mit der D-Jugend unseren Verein erstmals über die Grenzen des Fußballkreises Oberhavel hinaus.


2006 – 2007

Die Folgesaison war in der D-Jugend dann geprägt von Misserfolgen, mit nur einem Sieg und vier Punkten musste unsere Elf das „gelobte Land“ schon wieder verlassen. Die in der Sommerpause aufgerückten Spieler in den Großfeldbereich der C-Jugend waren da schon erfolgreicher und hielten souverän die Klasse mit einem tollen 6. Platz im Endklassement. Zu keiner Zeit befand man sich in Abstiegsnöte und konnte daher eine erfolgreiche Saison feiern.

Im Jahr 2007 musste die erste Männermannschaft erstmals seit dem Aufstieg 2002 den bitteren Gang in die 1. Kreisklasse antreten. Besonders bitter war der Abstieg, da man punktgleich mit dem geretteten SC Oberhavel Velten war, aber das um zwei Treffer schlechtere Torverhältnis besaß. Da half auch ein 7:1-Kantersieg am letzten Spieltag in Sachsenhausen nicht und unsere Mannschaft musste sich eine Klasse tiefer neu ordnen.


2007 – 2008

Nach dem Abstieg legte Detlef Krumnow das Traineramt nieder und wurde durch Friedrich Kaufmann ersetzt. Die Installation des Berliners zeigte sofort Wirkung und schon bei der Stadtmeisterschaft im Sommer erreichte unsere Mannschaft einen tollen dritten Platz, als Highlight der erste Treffer von Torhüter Stephan Maiwald der per Abschlag traf. Generell war die Saison im Männerbereich erfolgreich, denn im Kreispokal unterlag man erst im Halbfinale den späteren Sieger aus Liebenwalde und konnte sich mit Rang 2 in der 1. Kreisklasse den direkten Wiederaufstieg sichern. Auch unsere Seniorenfußballer hatten ein Highlight, man drang bin ins Pokalfinale vor und unterlag dort erst dem favorisierten SC Oberhavel Velten um den ehemaligen Nationalspieler Jörg Heinrich.

Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn im Sommer übernahm Michael Schulz relativ schnell das Traineramt der zweiten Mannschaft, dazu gab es das erste Abschiedsspiel in der Bergfelder Vereinshistorie zu bewundern. Eine Bergfelder All-Star Mannschaft um Schulz spielte gegen unsere erste Mannschaft, die Erfahrung sollte sich durchsetzen mit 5:4 und selbst Schulz traf sehenswert per Kopf.

Unsere Großfeldspielgemeinschaft SG Bergfelde/Birkenwerder konnte in dieser Saison den Klassenerhalt in der C-Junioren-Landesklasse leider nicht realisieren und musste wieder zurück in den Kreisspielbetrieb. Doch gute Nachrichten gab es auch aus dem Nachwuchs, denn erstmals konnte unser Verein in Kooperation mit dem BBC08 die gesamte Nachwuchspalette von A bis G-Junioren abdecken und Mannschaften melden. Wobei es im Großfeldbereich zu Spielgemeinschaften kam, die noch weit darüber hinaus existierten. So scheiterte der frisch in die B-Jugend aufgerückte Jahrgang um Torhüter Nico Mecklenburg in der Kreisliga als zweiter nur knapp am abermaligen Aufstieg. Einen Kreismeistertitel konnte Bergfelde aber doch feiern, denn die E-Junioren behielten im Dreikampf mit dem SV Zehdenick und dem SV Altlüdersdorf die Oberhand und konnten den Aufstieg in die Landesklasse feiern.


2008 – 2009

Nach dem geglückten Wiederaufstieg spielte unsere erste Mannschaft in der „GEK-Kreisliga“ wieder um den Klassenerhalt, der frühzeitig auch aufgrund der schwächelnden Konkurrenz in Sack und Tüten war. So konnte man sich auf eine weitere Spielzeit in der höchsten Kreisspielklasse einstellen.

Unsere zweite Mannschaft spielte Ihre beste Saison bis dato, das Team vom Trainer Schulz kam zum Abschluss auf Rang Zwei der 2. Kreisklasse Mitte ein und musste sich nur knapp dem SV Mühlenbeck II geschlagen geben.

Im Nachwuchsbereich konnte unsere B-Jugend den Aufstieg dann doch noch feiern, in der 6-Mannschaften-Kreisliga holte man überlegen mit nur einer Pleite den Kreismeistertitel. Auch unser ältester Nachwuchsjahrgang konnte Kreismeister werden und sich über den Aufstieg in die Landesklasse freuen. Eine gute Premierensaison spielte auch unsere E-Jugend, die von Frank Lehne trainiert wurde. Die gesamte Saison war man nicht in Abstiegsnöte und wurde am Ende Tabellenvierter.

Auch sonst konnte sich unser Verein weiter präsentieren, denn die Gymnastikabteilung um Trainerin Hajnalka Rácz wurde das „Gütesiegel Sport Pro Gesundheit“ verliehen.


2009 – 2010

Drei Jugendmannschaften gingen im Land an den Start in der Folgesaison, wobei sich unsere A-Jugend mehr als teuer verkaufte und einen famosen dritten Platz in der Landesklasse erreichen konnte. In der B-Jugend war der Aderlass zu groß, der Abstieg auf Kreisebene stand am Ende der Saison zu Buche. Unsere E-Junioren kamen relativ schnell in ruhige Fahrwasser und konnte in Ihrer Premierensaison den 9. Platz erreichen und den Klassenerhalt feiern.

Im Männerbereich begann die Spielzeit mit einem Paukenschlag: Kaufmann trat überraschend als Trainer zurück und wurde durch Thomas Watty ersetzt, der fortan als Spielertrainer agierte. Da der sportliche Erfolg jedoch überschaubar war, trat Watty im Dezember von seinem Amt zurück. Der Vorstand um Torsten Alde entschied sich für Knut Güldemeister, zu diesem Zeitpunkt A-Juniorentrainer, als Nachfolger. Doch den Klassenerhalt konnte auch Güldemeister mit seiner Mannschaft nicht mehr realisieren, als Tabellenfünfzehnter stieg unsere Mannschaft nach zwei Jahren in der „Elite Oberhavels“ wieder ab.

Die Spielzeit wurde begleitet von zahlreichen Protestaktionen seitens der Bergfelder Sportler im Kampf um die neue Sportanlage bzw. erstmal eine kurzfristige Verbesserung der aktuellen Situation. Denn der Sanitärtrakt sowie die Kabinen der mittlerweile in die Jahre gekommenen Container war irreparabel. So fanden im November 2009 Trainingseinheiten der Jugendmannschaften vor dem Rathaus in Hohen Neuendorf statt, um der nicht tragbaren Situation Ausdruck zu verleihen. Nach einem „Runden Tisch“ am Sportplatz herrschte dann auch relativ schnell Einigkeit in der Politik und auf dem Gelände an der Wandlitzer Straße wurde der Neubau eines Sportfunktionsgebäudes beschlossen. Um die Kräfte zu bündeln gründeten die beiden Jugendtrainer Knut Zech und Jürgen Günther die Bürgerinitiative „Sportanlage JETZT – Zukunft für Bergfelde“, die fortan maßgebend für weitere Fortschritte rund um den Sportplatzneubau war.


2010 – 2011

Die neue Spielzeit sollte eine besondere für Bergfelde werden, denn alle Mannschaften konnten in dieser Zeit keine Heimspiele bestreiten. Da der Bergfelder Rasen „auf Links gedreht“ wurde, fanden alle Spiele mit Bergfelder Beteiligung in den Nachbarorten statt. Eine harte Probe für das Vereinsleben, doch die Entscheidung von Alde & Co. sollte sich im Nachgang als die Richtige entscheiden. Denn neben dem Grün wurde auch ein neues Funktionsgebäude am Sportplatz gebaut, dass neben 4 „richtigen“ Kabinen auch ein kleines Vereinsheim besitzt und pünktlich zum 1. Spieltag am 27. August 2011 eingeweiht wurde. Bedacht wurde dabei die beginnende Planung zum Sportplatzneubau, das Gebäude wurde modular errichtet und kann daher mit umziehen.

Sportlich konnte unsere erste Mannschaft am letzten Spieltag im direkten Duell mit der Grüneberger Fortuna in Birkenwerder als zweitplatzierter die Rückkehr in die Kreisliga feiern. Mit 112 Treffern stellte unsere Mannschaft um Torschützenkönig Siek und Retkowski die Torfabrik der 1. Kreisklasse und stieg zurecht wieder auf.

Im Nachwuchsbereich pausierte die Zusammenarbeit mit dem BBC, daher gab es nur eine Großfeldspielgemeinschaft mit TuS 1896 Sachsenhausen um Trainer Lorr. Mit einer Mittelfeldplatzierung in der Landesklasse konnte man das gesteckte Ziel „Klassenerhalt“ realisieren. Diesen verpasste unsere E-Jugend in der Landesliga deutlich, mit nur zwei Erfolgen wurde man am Ende 11. und stieg wieder in den Kreisspielbereich ab. Ohne Punktverlust marschierte die C-Jugend durch die Kreisliga und stieg mehr als souverän auf, mit 20 Siegen konnte man die Rückkehr in die Landesklasse feiern. Unsere G-Jugend schrammte noch an der Sensation vorbei und verpasste im Kreispokalfinale einen Erfolg gegen Oranienburg, knapp unterlag man in Birkenwerder.


2011 – 2012

Zur neuen Saison wurde die Kooperation mit Birkenwerder wieder aufgenommen, jedoch nur im Bereich der C-Jugend die dank des Kreismeistertitels in der Landesklasse aktiv waren. Knapp aber mit 3 Zählern Vorsprung sicherte sich die Spielgemeinschaft den Verbleib im überregionalen Fußball. Dies war auch die einzige Großfeldmannschaft die für diese Spielzeit aus Bergfelder Sicht gemeldet wurde, unsere A-Jugendlichen agierten als Gastspieler beim SV Glienicke. Im Land war dennoch unsere E-Jugend trotz des sportlichen Abstiegs vertreten, aufgrund zahlreicher Abmeldungen verblieb unsere Mannschaft in der Landesliga Nord und erreichte einen starken vierten Platz.

Im Männerbereich agierte Güldemeister nach dem Motto „Jugend forscht“, denn mit Mecklenburg, Retkowski, und Mischok stoßen weitere Jungspunde zu der ohnehin schon jungen Mannschaft dazu. Sportlich spielte man eine solide Saison und konnte mit dem 12. Platz den Klassenerhalt realisieren. Die profitierende Mannschaft war die Elf von Trainer Michael Schulz, die mit einem dritten Rang in der 2. Kreisklasse aufhorchen ließ.

Zum traditionellen Pfingstfest gab es das zweite Abschiedsspiel der Historie zu begutachten, als Torsten Alde in diesem Rahmen verabschiedet wurde. Langjährige Wegbegleiter kamen zusammen und ermöglichten so dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden einen würdigen Abschied.


2012 – 2013

Dank des zweiten Platzes zum Abschluss der Vorsaison konnte sich unsere D-Jugend ebenfalls für den Landesspielbetrieb qualifizieren, so dass Bergfelde fortan von C- bis zur E-Jugend im Land agierte. Den Klassenerhalt konnte fast alle Mannschaften schaffen, einzig unsere D-Jugend musste sich der starken Konkurrenz beugen und stieg direkt wieder ab. Bei den B- & C-Junioren bildete man eine große Spielgemeinschaft mit Borgsdorf und Birkenwerder: Alle drei Mannschaften erreichten in Ihren Staffeln Mittelfeldplatzierungen.

Im Seniorenbereich schaffte unsere Ü45-Mannschaft um Frank und Dirk Behnke einen guten zweiten Rang in der Kreisklasse, nur ein Zähler fehlte am Ende zum Staffelsieg, der an die SG Zühlsdorf ging. Dagegen musste unsere Ü35 im laufenden Spielbetrieb abmelden, schuld war die Personalmisere.

Wie im Vorjahr spielte die zweite Mannschaft eine gute Saison, mit Platz 4 war Trainer Schulz nebst seinem Co-Trainer Steve Baselau vollends zufrieden. Bei unserer Kreisliga-Vertretung war dagegen bis zum Abpfiff des letzten Spieltages die Spannung am Siedepunkt, denn erst in den letzten 10 Minuten der Partie in Sachsenhausen konnte man den Abstieg entfliehen. Zuvor lag man scheinbar aussichtslos mit 1:3 zurück und da zeitgleich Fürstenberg führte hätte dies den Abstieg bedeutet. Doch dank eines Platzverweises konnten Siek, Benli und Retkowski noch für den Sieg sorgen und damit für unfassbaren Jubel bei den Bergfelder Fans.

Im Jahr 2013 gab es den nächsten Meilenstein für unseren Verein, denn die Homepage wurde aktualisiert und präsentierte sich fortan in modernem Gewand. Weiter schreiten auch die Planungen zur neuen Sportanlage „Schönfließ Nord“ voran, denn die Stadtverordneten der Stadt Hohen Neuendorf stimmen dem Bebauungsplan zu und geben damit erstmals symbolisch grünes Licht für die weiteren Schritte.


2013 – 2014

Die anstehende Spielzeit war im Erwachsenenbereich geprägt vom Wettrüsten für den Fußballgroßkreis Oberhavel/Barnim der zur Saison 2014/2015 eingeführt werden sollte. Demnach war die Konkurrenz in der Kreisliga hart, denn nur die Plätze 2-7 würden in der Kreisoberliga antreten dürfen. Die Güldemeister-Elf hatte für diese Verlosung aber vermutlich keiner auf dem Schirm, doch dank einer grandiosen Saison belegte man mit Rang 5 die beste Kreisliga-Platzierung seit Jahren und konnte sich so für das Flaggschiff des Fußballgroßkreises qualifizieren.

Auch die zweite Mannschaft spielte wiederrum eine gute Saison, die gekrönt wurde vom „Aufstieg am Pool“ wie es seinerzeit auf der Bergfelder Homepage hieß. Aufgrund der Fußballkreisbildung wurden die Staffeln neu sortiert und der 5. Rang berechtigte die Schulz-Mannschaft in der neuen Saison in der 1. Kreisklasse an den Start zu gehen.

Im Nachwuchsbereich verpasste unsere A-Jugend den Kreispokal nur knapp, die Spielgemeinschaft Borgsdorf, Birkenwerder und Bergfelde unterlag dabei knapp mit 5:4 beim Kreismeister Oberkrämer. Die Mannschaft um Torwart Radtke und Gramoll wurde dabei unterstützt vom gesamten Männerbereich, der für ordentlich Radau sorgte aber am Ende ohne Erfolg. Die drei anderen Großfeldteams erreichten allesamt Mittelfeldplatzierungen, wobei der abermalige Klassenerhalt der C-Jugend in der Landesklasse hervorzuheben ist.

Trotz des sportlichen Klassenerhaltes im Vorjahr entschied sich Nachwuchsleiter Brehmer gegen eine weitere Saison in der Landesliga für unsere E-Jugend. Daher trat man in der Kreisklasse wieder an. Mit Rang 2 zeigte unsere D-Jugend eine starke Performance in der Kreisliga und verpasste den Aufstieg ins Land nur knapp.


2014 – 2015

Neben den anstehenden sportlichen Aufgaben im Jugend- sowie Männerbereich stand diese Saison im Zeichen um den Sportplatzneubau. Viele, viele, viele Sitzungen besuchten unsere Vereinsmitglieder und lauschten den Ausführungen der Politik, und am 06. Juli 2015 sollte endlich der wegweisende Beschluss erfolgen. Der Satzungsbeschluss für die neue Sportanlage in Schönfließ wurde in Schildow verabschiedet, damit bestand Baurecht und die Planungen für einen Bauantrag konnten beginnen.

Im Nachwuchsbereich konnte unser Verein keine A-Jugend mehr stellen, so dass die B-Junioren der älteste Nachwuchsjahrgang waren. Die Dreierspielgemeinschaft war in dieser Saison auch höchst erfolgreich, man wurde Kreismeister und qualifizierte sich so für die Landesklasse. In jener befand sich unsere C-Jugend ja schon seit geraumer Zeit, mit Tabellenplatz 4 hielt man souverän die Klasse. Bei den D-Junioren bestritt man aus personellen Gründen neue Wege, stellte selbst keine Mannschaft so dass alle Bergfelder Kinder nach Birkenwerder gingen um dort in der Landesliga respektive Kreisklasse West zu spielen. Beide Mannschaften sollten eine erfolgreiche Saison spielen, während die D2 auf Rang 3 abschloss erreichte die D1 den zweiten Rang!

Die übrigen Kleinfeldmannschaften erreichten ebenfalls positive Resultate in Ihren Staffeln (E-Jugend 3., G-Junioren 6.), wobei der Staffelsieg für die F-Jugend hervorzuheben ist.

Im Männerbereich war man gespannt auf das neue, gleich zu Beginn stellte sich mit dem SV Rüdnitz/Lobetal eine Barnimer Mannschaft in Bergfelde vor und musste die Heimreise mit einer 1:5-Klatsche antreten. Der gute Start wurde von einer besseren Rückrunde veredelt, mit 31 Punkten erreichte man einen soliden 13. Platz und war zu keiner Zeit in Abstiegsnöte. Gleiches konnte auch für die Premierensaison der 2. Mannschaft in der 1. Kreisklasse West vermeldet werden, so dass keine Veränderungen anstanden.


2015 – 2016

Die Saison im Männerbereich lief weiter untypisch für Bergfelde, beide Mannschaften hielten souverän Ihre Klasse (erste Mannschaft 7., zweite Mannschaft 12). Mit Sebastian Siek wurde im Kreise der ersten Männermannschaft der langjährige Torjäger zum Saisonende verabschiedet.

Mit dieser Spielzeit bestand im Bereich der A-Junioren die Spielgemeinschaft aus den 3 Mannschaften Bergfelde, Glienicke und Birkenwerder. In der nur 7 Mannschaften-starken Kreisliga wurde man am Ende Dritter. Bei den B- und C-Junioren bestand die Spielgemeinschaft aus Birkenwerder und Bergfelde, wobei besonders die C-Junioren in der Landesklasse erfolgreich waren. Leider durfte unser Team trotz des ersten Platzes nicht aufsteigen, denn die Statuten des FLB verbieten es das eine Spielgemeinschaft in der Brandenburgliga antreten darf. Eine bittere Erfahrung für Nachwuchsleiter Brehmer und seine Mannschaft, die daher auch im Folgejahr in der Landesklasse Ost antreten musste. Man tröstete sich mit dem Einzug in das Pokalfinale, dort erwies sich allerdings der Regionalligist aus Cottbus als zu große Nummer bei der 0:10-Niederlage. Nichts destotrotz ein Riesenerfolg für die beiden beteiligten Vereine. Die D-Junioren agierten weiterhin als Gastspieler in Birkenwerder und erreichten Mittelfeldplatzierungen. Die F- und E-Junioren spielten eigenständig und erreichten in der Kreisliga jeweils einen Mittelfeldrang.

In Sachen Sportplatzneubau tat sich bedauerlicherweise wenig, nach einem Jahr fragte Vize-Präsident Michael Schulz gemeinsam mit Knut Zech von der BI die Stadtverordnetenversammlung am 21.07. nach dem aktuellen Stand. Als Antwort bekam man zugesichert das die Haushaltsmittel für 2017 eingestellt worden sind und das Projekt umgesetzt werden soll.


2016 – 2017

So dauerte es fast wieder ein Jahr bevor Neuigkeiten rund um die Sportanlage „Schönfließ Nord“ zu verkünden war, diese war aber äußerst positiv. Denn der Bauantrag wurde von der Stadt beim zuständigen Bauamt eingereicht. Allerdings wird die Genehmigung zum Bau erst erteilt wenn die Stellplatzfrage am Bahnhof geklärt worden ist (Dort soll ein Park-and-Ride-Parkplatz erbaut werden).

Im Männerbereich schaffte unsere zweite Mannschaft nach dem geglückten Klassenerhalt eine mehr als respektable Serie in der Saison, denn mit Rang 5 schloss man in der 1. Kreisklasse so gut ab wie noch nie. Zusätzlich installierte Schulz in der Winterpause mit René Hein einen neuen Co-Trainer für seine Mannschaft, der fortan Ihn unterstützte. Auch von der ersten Mannschaft gab es frohe Kunde, mit Rang 7 wiederholte man die Vorjahresplatzierung und sicherte sich so den Klassenerhalt. Ein Abschied stand zum Ausklang des Spieljahres an, beim letzten Heimspiel gegen Post Zehlendorf wurde Güldemeister emotional verabschiedet. Er hatte im Winter nach 8 Jahren als Trainer seinen Rücktritt zum Saisonende bekanntgegeben und übergab den Staffelstab fortan an Burak Benli.

Für Furore sorgte man weiterhin im Nachwuchsbereich. Die B-Jugend, die fortan unter Bergfelder Flagge mit Gastspielern aus Birkenwerder lief, erreichte den dritten Rang in der Landesklasse Ost. Und in der C-Jugend, bei welcher Birkenwerder mit Bergfelder Gastspielern federführend war, wiederholte Ihre Meisterschaft und wurde mit nur einer Pleite erster in der Landesklasse Ost.


2017 – 2018

Doch entgegen den Erwartungen entschieden sich die Verantwortlichen gegen das Abenteuer Brandenburgliga in der C-Jugend, um den Spielern die aus dem Kleinfeld nachkamen eine Akklimatisierung zu zugestehen. Mit dem 5. Platz wohl im Nachhinein die richtige Entscheidung. Die aufgerückte Bergfelder B-Jugend war in diesem Jahr das Maß der Dinge, mit nur einer Niederlage und 7 Gegentreffern qualifizierte man sich für die Brandenburgliga. Auch unsere A-Junioren waren erfolgreich, zwar wurde man in der Kreisliga knapp Zweiter und verpasste den Aufstieg. Aber dafür konnte man am 10.06.2018 den Kreispokal in die Höhe stemmen, dank eines 7:3-Sieges gegen Grün-Weiss Ahrensfelde. Unsere E-Jugend musste nach dem Abstieg aus der Kreisliga im Vorjahr nun in der Kreisklasse an den Start gehen und wurde am Ende 6. in der Staffel. Die gleiche Erfahrung musste unsere F-Jugend machen, mit Rang 9 wurde man abgeschlagen letzter und muss im Folgejahr eine Etage tiefer starten.

Im Männerbereich blieb die Situation trotz neuen Veranwortlichen im Bereich der ersten Mannschaft unverändert: Die Benli-Elf wurde zwar nur 11., doch befand sich zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr. Unsere zweite Mannschaft klopfte mit dem zweiten Platz an der Kreisliga an. Aufgrund der Absage des Staffelsiegers aus Mildenberg bestand die Möglichkeit zum Spielklassenwechsel, man entschied sich aber dagegen. So dass der drittplatzierte SC Oberhavel Velten II in die Kreisliga aufstieg.

Ein Beben der besonderen Art gab es dann bei der Mitgliederversammlung 24. Juli 2017, als der erste Vorsitzende Alde mitteilte, dass der gesamte Vorstand nach 11-Jähriger Tätigkeit geschlossen nicht mehr zur nächsten Vorstandswahl antreten möchte. Für die Übergangszeit boten Alde & Co. weiterhin Ihre Unterstützung an und es begann die langwierige Suche nach Personen die künftig die Geschicke des Vereins lenken sollten. Auch musste die Satzung komplett erneuert und ins Vereinsregister eingetragen werden, was sich lange hinzog.