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14.07.2018  |  C-Jun  |  

"konstant inkonstant"

Teil V unserer Serie: Diesmal mit den C-Junioren in der Landesklasse Ost

Die Saison 2017/2018 ist Geschichte, die neue Saison steht schon in den Startlöchern, doch wirhaben es uns nicht nehmen lassen, mit vereinzelten Beteiligten der Bergfelder Mannschaften einkleines Fazit-Interview zu führen.

Er dient als Verbindungsmann im Nachwuchs zwischen unserem Verein und dem BBC und ist zudem engagierter Spielervater bei den C-Junioren. Christian Grimm hat nahezu alle Spiele in dieser Saison mitverfolgt und nahm sich die Zeit, die Saison unserer C mit uns Revue passieren zu lassen.

Wenn man sich die Tabelle ansieht und sämtliche Saisonstatistiken studiert, fällt auf, dass dasTeam, in fast allen Angelegenheiten ein gesundes Mittelmaß an den Tag legte. 9 Siege sowie10 Niederlagen, dazu ein Torverhältnis von 34:36. In Anbetracht der sehr guten Vorbereitung,war gerade in der Hinrunde mehr drin, oder?

Grimm: Es war eine wahrhaft durchwachsene Saison, die allerdings mit einer sehr engagierten und tollen Saisonvorbereitung begann.

Ronny Theuer, unser Trainer aus der Hinrunde, nahm in der letzten Sommerferienwoche 2017 sogar eine Woche unbezahlten Urlaub (dafür Hut ab) und organisierte unter Mitwirkung seines Co-Trainers, Tim Wittenberg, ein Trainingscamp auf dem Platz in „Birke“. Neben einem strammen Trainingsprogramm standen auch diverse teambildende Maßnahmen, wie Kanufahren, Bowling etc. auf dem Plan. Beteiligung und Stimmung waren toll und ließen auf eine erfolgreiche Saison hoffen. Auch die Vorbereitungsspiele wurden durchweg gewonnen und gipfelten in einem souveränen 3:1 Auswärtssieg beim FK Hansa Wittstock in der 1. Runde des Landespokals.

Doch mit Beginn der Punktspielsaison (fast zeitgleich mit dem Schulanfang) war plötzlich der Wurm drin. Die Trainingsbeteiligung riss abrupt ab und auch zu Spielen hatten wir, trotz 23er Kader, oftmals Mühe 11 Spieler zu stellen.Die Einstellung zum erfolgreichen Mannschaftssport hat bei einigen Spielern nicht gepasst. Die Trainingsbeteiligung war aus den unterschiedlichsten Gründen oftmals nicht in Mannschaftsstärke. Teilweise nachvollziehbar (z.B. Verletzungen, Schule, Konfirmandenunterricht etc.,), teils „fadenscheinig“, wenn man einen Mannschaftssport betreibt. Gruppenbildung, Pubertät, das Entdecken anderer Hobbies und Freizeitbeschäftigungen etc. taten das Übrige. Absagen zu Training und Spielen erfolgten teilweise erst kurz vor dem Ereignis. Disziplinlosigkeiten bei einem Teil der verbleibenden Spieler, aufgrund des Spielermangels leider ohne Sanktionsmöglichkeiten des Trainerteams, nahmen zu. Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft verschlechterte sich zusehends und führte in der Pause zur Rückrunde auch zum Trainerwechsel.

Zur Winterpause erfolgte notgedrungen ein Trainerwechsel, Roy Seiler übernahm wieder die Mannschaft. Doch auch in der Rückrunde blieb man „konstant inkonstant“. Trotzdem belegte man im Endklassement einen guten 5.Platz. Ein versöhnlicher Abschluss?

Grimm: Es stimmt. Roy Seiler hat im Interesse des Vereins seine bärenstarke B an Axel Büchle übergeben und somit den Trainings- und Spielbetrieb der C aufrechterhalten. Das war ihm hochanzurechnen. Die bereits erwähnten Punkte waren jedoch überwiegend grundlegende Einstellungs- und Verhaltensdefizite, welche trotz teilweiser Umstellung der Trainingsinhalte nicht abzustellen waren. Ohne Rücksicht auf eine ggf. weitere Mannschaftsschwächung sanktionierte Roy jedoch Disziplinlosigkeiten. Die Streichung des dritten Trainingstages war dann die folgerichtige Konsequenz der mangelhaften Trainingsbeteiligung. Auch wenn das für die „Handvoll Jungs“ die immer da waren natürlich nicht toll war und auch fußballerisch keine Weiterentwicklung brachte. Die Mannschaft war wie eine „launische Diva“. Manchmal Top, oftmals aber auch Flop. Hinzukam auch noch Verletzungspech der vermeintlichen Leistungsträger. Letztlich spiegelt die Tabellenkonstellation die gesamte Saison treffend wider. Die Gegner haben auch oft „mitgespielt“ und so ist am Ende noch ein recht passabler 5. Platz herausgesprungen.Hätte alles gepasst, wäre auch ein Platz unter den ersten Drei möglich gewesen. Auf jeden Fall war die seinerzeit getroffene Entscheidung, dass mit dem Staffelsieg in der Saison2016/17 erspielte Aufstiegsrecht zur Brandenburgliga nicht wahrzunehmen, richtig. Dort wären wir unter den geschilderten Umständen nur „Kanonenfutter“ gewesen.

Apropos, Brandenburgliga! Dein Sohn Felix sowie einige andere Spieler gehen nun hoch zu den B-Junioren und dürfen ihr Können in der höchsten Liga des Landes beweisen. Was sind deine Erwartungen für kommende Saison?

Grimm: Die B der vergangenen Saison (sowohl der „alte“ als auch der „junge“ Jahrgang) war eine bärenstarke Truppe. Geprägt von vielen individuell sehr guten Fußballern, die auch als Mannschaft gut funktionierten. Letzteres mit Sicherheit auch ein Verdienst der Trainer. Ich wünsche den in der "B" verbleibenden Jungs eine erfolgreiche Saison in der selbst erspielten Brandenburgliga, die auch am Ende der Saison als Klasse stehen sollte. Durch den Abgang der „Alten“ in die A ist, neben den unterstellten externen Verpflichtungen,auch ein Nachrücken jetziger C-Spieler angezeigt. Und hier wünsche ich, dass es dem Einem oder Anderen gelingen möge, sich in dem Kader der B festzuspielen. Das wird nicht einfach werden,aber was ist schon einfach im Leben. Vor allem aber wünsche ich allen Spielern, dass sie verletzungsfrei bleiben und immer mit Spaß und Freude ihrem selbstgewählten Hobby nachgehen.

Zum Schluss möchte ich noch ein herzliches Dankeschön allen Ehrenamtler´n mit auf den Weggeben, die sowohl in unserem Verein SV Grün-Weiß Bergfelde, aber auch dem BBC 08, immer alles geben, damit die Jungs ihrem Hobby, dem Fußball, nachgehen können und auch wir Eltern gut versorgt sind. Ein Dankeschön auch an die Eltern, die das alles immer mit viel Engagement unterstützen. Allen schöne Ferien und eine erfolgreiche Saison 2018/19!

Bericht vom: 14.07.2018
Von: nm